Das Schweizer Teddy Meerschweinchen

Von Sabine Strothmann

1. Rassebeschreibung

Das Schweizer Teddy ist eine mittellange Rasse. Das Fell ist deutlich kürzer als bei den Langhaarrassen, jedoch auch deutlich länger als das eines US-Teddys beispielsweise.

Die Felllänge sollte etwa 5 –6 cm betragen. Wird es zu lang, kommt es zu Einbußen in der Haarelastizität. Das Schweizer Teddy ist ein rauhhaariges Meerschweinchen ohne Körperwirbel. Durch die gekräuselte Fellstruktur, kombiniert mit der Felllänge, fühlt es sich sehr weich und flauschig an.

Die Schweizer Teddy Babies erinnern an kleine Wattebauschen.

Das Fell des Schweizer Teddy steht elastisch und gleichmäßig vom Körper ab.

Die meisten Schweizer Teddys haben eine sogen. Krone. Diese verwächst optisch mit der Fellreife. Daher ist es auch unsinnig Schweizer Teddys in der Schopf-Variante anzustreben.

 

Für Züchter gilt:

Gleichmäßiges, dichtes, abstehendes Fell von guter Elastizität auch an den Flanken.

Gelockte Bauchbehaarung ohne Wirbel. Auf Dauer sollten Schweizer Teddys ohne Krone angestrebt werden.

Wie auch bei den anderen Rassen gilt:

Kompakter Körperbau mit kräftigen Schultern, breites Nasenbein, große, runde Augen, mäßig runder Kopf mit schön herabfallenden, großen Ohren. Vitalität und Gesundheit stehen vor allen anderen Zuchtkriterien!

Erbformel für die Haarstruktur: LL rhrh SnSn stst (Stst) chch

 

2. Die Zucht

Ich nenne den Schweizer Teddy jetzt der Einfachheit halber nach seinem allgem. bekannten Kürzel: CH-TEDDY.

Anpaarungen mit US-Teddies und Rex ergeben glatthaarige Junge. Daraus ist zu folgern, dass der CH-Teddy eine eigenständige Mutation ist. Der Kraushaarfaktor vererbt sich rezessiv.

In jedem Falle sollte es vermieden werden Langhaarrassen in die CH-Teddys einzuziehen.

Bei der Einkreuzung von Shelties z.B. entsteht wieder der unerwünschte Schweif am Po.

Dieses unregelmässige Fell ist sehr schwer wieder heraus zu züchten.

Mit großer Hingabe habe ich meine Anfangs noch recht ungleichmässigen Schweizer auf Glatthaar angepaart. Zunächst behielt ich die Trägertiere, die im Fell gleichmässig waren. Es gibt unter CH-Trägern 3 Varianten:

  1. Den CH-Tdt. im äußeren Erscheinungsbild eines Glatthaar.
  2. Den CH-Tdt. im äußeren Erscheinungsbild eines Coronet bzw. Sheltie
  3. Den sogen. Vo-ku-hi-la (Vorne kurz, hinten lang)
  • Ich zog mit Ersteren weiter. Mein Bock Jeremy ist ein Sohn aus meiner Trägerin Buffy.
  • Sein Fell ist sehr gleichmäßig lang (sogar etwas zu lang) und verlor nicht an Elastizität, obwohl er sogar Satin ist.

     

    Hier seht ihr 2 Vollschwestern CH-Träger aus einem Wurf. Die eine ist optisch wie ein Sheltie, die andere hat kurzes Fell behalten und geht optisch als Normalhaar durch. Das Fell ist allerdings sehr weich.

     

    Natürlich ist das Einziehen von Glatthaar nicht die Lösung aller Probleme. Wie ich schon erwähnt habe, vererbt sich die gekräuselte Haarstruktur rezessiv. Man braucht also Platz für die Trägertiere. Verpaart man Träger x CH-Teddy, so hat man rein statistisch gesehen eine Quote von 50% CH-Teddys und 50% Glatthaar Träger. Aber wie oft hält sich die Natur an die Statistik ? Mal kamen auch nur Trägertiere zur Welt. Verpaart man Träger x Träger bleibt die Haarlänge auf der Strecke. Meine Trägertiere, die ich untereinander verpaart hatte, bekamen sehr kurzhaarige Junge. Doch bei den kurzhaarigen Jungtieren war die Haarstruktur wiederum gut. Was mich dazu bewegte einige nicht zu früh abzugeben, sondern zu beobachten und mit einem längeren CH-Teddy anzupaaren. Diese Verpaarungen laufen zur Zeit noch . Und Jungtiere aus solchen Verpaarungen sind noch in Beobachtung.

    Jeder, der sich einmal für längere Zeit der CH-Teddy Zucht verschrieben hat, wird sie kennen: Die Fussel-Phasen!

     

    Ein CH-Teddy braucht eine lange Zeit der Fellreife. Fellwechsel begleiten ihn locker 1 Jahr lang. Wenn ein CH-Teddy im Alter von 3 Wochen noch aussieht wie ein Wattebausch, so sieht er mit 3 Monaten u.U. aus wie ein gerupftes Huhn. Aber auch nach dieser Phase kommt das Fell schöner nach denn je.

    Langen Atem und Geduld begleiten die CH-Teddy Zucht. Es braucht schon manchmal auch Mut ein Tierchen lange festzuhalten und zu beobachten. Denn der Platz im Stall ist nun einmal begrenzt.

    Nicht selten hat man ein Schweizerchen zu früh abgegeben. Sieht man es dann ein Jahr später wieder, hat es sich zu einem wunderschönen Tier entwickelt.

    Wenn eine Linie jedoch gut durchgezogen ist, nach genauer vorangegangener Zuchtauswahl, kennt man seine Tiere und kann von Anfang an besser einschätzen welches Jungtier vielversprechend ist.

    Als CH-Teddy Züchter braucht man Geduld und Hingabe an der Rasse.

    Ein großes Manko sind die Hormonstörungen der trächtigen CH-Sauen.

    Ein CH-Weibchen verliert während und kurz nach der Trächtigkeit viel Fell. Oft ist es im Rückenbereich kahl. Der Haarausfall verursacht Juckreiz, sodass sich das Weibchen zu allem Überfluss auch noch wund leckt und wund kratzt. (An dieser Stelle muss ich das Nelkenöl erwähnen. Alle Züchter, die das Problem kennen: Nelkenöl auf wunde Hautstellen und die Haut wird schnell abheilen, es brennt nicht und lindert sofort den Juckreiz. Nelkenöl ist Keimabtötend. Die Haut wird gepflegt und das Fell wächst schneller wieder nach)

    Manche CH-Mütter sehen erschreckend erbärmlich aus. Jedoch säugen sie ihre Jungen und verhalten sich auch sonst so normal wie die anderen Artgenossen. Sprich: Die Kondition zur Aufzucht der Jungen ist gegeben. Sie sind großartige Mütter und erlangen einige Wochen nach der Geburt ihre volle Haarpracht wieder.

    Das CH-Teddy ist ein kräftig gebautes Tier. Ein erwachsenes Weibchen kann 1300g und mehr auf die Waage bringen. Die Jungen aus diesen Würfen sind aber normalgewichtig. Wie bei den anderen Rassen ist die Wurfstärke zwischen 1 und 4 Junge mit druchschnittlichen Gewichten von 80g – 120g. Das ist von der Wurfstärke abhängig und Ausnahmen gibt es überall.

    Resumee

    Das Einziehen von Glatthaar ist für meine Zucht also als positiv zu werten.

    1. bekam ich den Schweif herausgezogen
    2. bekam ich die Krone zunächst spalterbig gezogen
    3. die Felllänge litt bei einmaliger Verpaarung GH-CH nicht.
    4. Ich hatte frisches Blut in meiner Linie
    5. Ich kam so langsam auf meine Wunschfarben
    6. Ich verbesserte die Ohren und den gesamten Typ
    7. Ich zog aus den buff und creme Tieren die Pigmente raus.
  • Der Schweizer Teddy hatte am Anfang sehr ungleichmässiges Fell, mit diesem typischen „Sattel“ auf dem Rücken und einem Schweif am Po. Einige Tiere waren vom Körperbau recht lang. Die Ohren waren recht klein und standen. Das Nasenbein war schmal.Auch wiesen die Tiere in buff und creme noch starke Pigmente auf. Die Farbe schoko und die schoko Varianten gab es soweit meine Recherchen, gar nicht. Alles was wie schoko aussah, war entweder sable/marder oder sepia Schweber.
  • Viele Schweizer-Teddys zeigten auch mandelförmige Augen.

    Im Grunde alles Merkmale, die in jedem Standart unerwünscht sind und Merkmale die für Rassemeerschweinchen untypisch sind. Diese ursprünglichen Merkmale erinnern eher an die Einkreuzung von Wald-und Wiesenmeerschweinchen. An wilde Einkreuzungen bei den Versuchen das CH-Kraushaar- Gen zu erhalten und zu verteilen.

     

    3. Das Schweizer Teddy in schoklade

    Es ist zur Zeit nahezu unmöglich ein Schweizer Teddy in schoko zu bekommen.

    Ja, man bekommt sie in sepia-creme-weiß, in marder und marder-weiß usw. aber richtiges schoko muss man suchen wie eine Nadel imHeuhaufen. Und die seltenen CH-Teddys in schoko behalten die Züchter, verständlicherweise, für ihre eigene Zucht.

    Also bin ich hergegangen und habe mir über Glatthaar in schoko meine ersten Schokos selber gezüchtet.

    Ich kann bei meinen Schweizern also sable/marder und sepia schoko Schweber ausschließen.

    Meinen Zuchtweg hier aufzuschreiben würde zu lang werden.

    Ich denke die meisten Züchter wissen was es bedeutet, nicht nur mit einem Träger zu züchten, sondern auch noch mit einem Doppelträger! Diese Tiere waren also Glatthaar in goldagouti und Glatthaar crested in schwarz. Sie trugen das CH-Teddy -Gen UND die Farbe schoko.

     

    Ein wunderschönes CH-Teddy Böckchen in einfarbig Zartbitterschokolade.

    Das ist mein Zuchtbock Terence in cremeaguti-creme. Er hat mit einer schokofarbenen Glatthaar CH-Tdt. 3 schoko Babys gemacht

    Es brauchte also Zeit bis die ersten Schweizerchen in schokolade geboren waren.

    Man braucht auch das Quentchen Glück dabei und ein glückliches Händchen. Genetische Kenntnisse sind natürlich von Vorteil. Ich kann jedem nur empfehlen: Setzt Euch mit der Genetik auseinander und besucht, auch wenn ihr Euch schon recht sicher seid, mal ein Genetik-Seminar des MFD.

    Und die oft genannte Geduld und gut dosierter Ehrgeiz dürfen einfach nicht fehlen. Ich sehe immer noch ganz oft, wie CH-Teddys in grauagouti oder lemonagouti als cremeagoutis angepriesen werden. Wenn sich nun jemand auf den Züchter verlässt und sich ein solches Tierchen per Versand schicken lässt, der wird maßlos enttäuscht sein. Denn ein cremeagouti Tier hat schokofarbenes Unterfell. Und das erwartet man dann auch. Und keine Tierchen mit schwarzem oder sepiafarbenen Unterfell, die rein gar nichts mit schoko zu tun haben! Oder die Marderagoutis die dann als cinnamonagouti eingestuft werden. Aus himalaya x silberagouti fallen fast immer marder. Es gibt allerdings die schokomarder. Aber marder hat immer cacr in der Genformel. Ein richtiges schoko muss aa bb CC EE PP haben . Oder aa bb Ccd Eep Pp. Das sind so die Varianten die für schoko akzeptabel sind.

     

    Hier im oberen Bild seht Ihr den Vergleich zu den Farben: links schwarz-weiß, Mitte: sepia-creme und rechts außen schoko-gold. Das Bild wurde mir von Uli u. Claudia Birke zur Verfügung gestellt. Die Zucht der Meeris aus dem Dschungelgarten (Link zur HP folgt)! arbeiten mit an den schönen Schweizern in schokolade.

    WICHTIG!

    Aber eins steht ganz oben an: Qualzucht darf dabei nie praktiziert werden. Als verantwortungsvoller Mensch mit Liebe zu den Tieren ist es eine Selbstverständlichkeit seine Tiere zu schonen und zu wissen, wo die Grenzen sind. Denn für mich ist und bleibt es ein Hobby. Ein Hobby das mein Leben abrundet und neben meiner Familie eine Erfüllung darstellt. Soziale Kontakte knüpfen und pflegen, der Ausstausch von Erfahrungen und auch die Show mit der Anerkennung für seine Tiere und mit dem Bewerten der Tiere sind mir wichtig. Nicht die Pokalsucht, sondern der Spaß am Ganzen. Das Zuchtziel eine Rasse nach Standart zu züchten indem man Typ und Bau, Behaarungszustand, Kondition und spezielle Rassemerkmale festigt.

    Bei vielen Rassen ist dies schon ein Stück weit geschehen. Alle Rassen steckten mal in den Kinderschuhen.

    Man bekommt als angehender US-Teddy Züchter schon sehr gute Ausgangstiere. Selbst auf Ausstellungen findet man in den Verkausfskäfigen sehr gute Tiere. Überall steckt züchterische Hingabe dahinter. Wenn man sich für seine Zucht gute Ausgangstiere zusammengekauft hat, kann man mit etwas „Know-How“ fast schon loslegen. Aber: Die CH-Teddys sind in diesen Qualitäten noch dünn gesäht. Sie sind noch in der Phase, in der alle anderen anerkannten Rassen irgendwann auch einmal steckten.

     

    Schlusswort:

    Also wenn Sie als Liebhaberhalter und Laie einmal ein Schweizer Teddy Ihr Eigen nennen, welches gleichmäßig langes Fell von den Ohren bis zum Po hat. Welches eine so dichte Haareinpflanzung hat, dass man dem Tier fast nicht bis auf die Haut gucken kann. Welches schöne Schlappohren hat und eine schöne, intensive Farbe zeigt und das in buff oder creme keinerlei Pigment hat, welches kräftig und vital ist und von ruhigem und lieben Gemüt ist: GLÜCKWUNSCH! Ihr Züchter hat Ihnen eines seiner besten Tiere gegeben!

    Sie haben nun ein Meerschweinchen, das durch jahrelange Zuchtarbeit, mit viel Hintergrund und Geduld gezogen wurde.

    Das Schweizer Teddy- ein edles Gemüt

    Das Schweizer Teddy hat seinen Ursprung natürlich in der Schweiz.

    Aber woraus ist es entstanden?

    Einige Züchter haben mir erzählt, dass es ursprünglich aus einer Kombination entstand, bei der

    Eine Rosette beteiligt war. Nun, ein Rosettenbock war auch damals in Schweden beteiligt, als die

    Lunkarya Rasse entstand. Diesen Mutationen liegen also Rosetten zugrunde?

    Nun begann man auch zu vermuten, dass im Schweizer Teddy auch etwas von einem Cuy steckt.

    Die Körpermasse und auch die ursprünglich längliche Kopfform lassen durchaus darauf schließen.

    Aber was stellt sich nun der erfahrene Züchter unter einer Mischung aus Cuy x Rosette vor?

    Mal rein charakterlich gesehen, ein scheues aber quirliges, neugieriges Tier.

    Denn diese beiden Charaktere würden sich mischen, wenn man nun ein Cuy mit einer Rosette verpaaren würde.

    Aber was ist denn mit den Schweizer Teddys charakterlich geschehen?

    Sie sind gemütlich, so gar nicht scheu, neugierig?- hmmm, vielleicht – aber sie geben es nicht gerne zu.

    Quirlig? Ja. Die Babys. Die adulten Tiere lassen sich aber nur selten vom jugendlichen Übermut anstecken. Wenn es sich doch mal hinreißen lässt popcornend durch den Stall zu springen, sieht dies doch recht lustig aus.

    Hat ein CH-Teddy eine Hängematte, lässt es darin nicht nur gerne die Seele baumeln.

    Hat es auch eine Kuschelrolle, weiß es diese auch vehement zu verteidigen.

    Wo der Fressnapf steht, wissen ja alle Schweinchen. Aber die Schweizer Teddys mögen den Blick von der Hängematte zum Fressnapf bitte nicht verdeckt. Die Weidenhöhle wird meist mit dem Ausgang in Richtung Fressnapf gedreht. Eine meiner CH-Damen versteht es sogar die Höhle bis vor den Napf zu schieben.

    Bei den Schweizer Teddys muss man also etwas mit dem Trockenfutter aufpassen.

    Sie neigen zum Übergewicht. Gut- da hätten wir den Cuy.

    Die Rosette habe ich bislang nicht finden können.

    Die Schweizer Teddy Mütter sind großartige Muttis. Auch sie nehmen ohne zu fackeln verwaiste Babies an und säugen diese mit. Die Schweizer Teddy Väter sind alle wie ich sie erlebt habe, die schmusigsten Väter. Oft trennt man ja die Böcke vor der Geburt von der trächtigen Sau. Aber es kann auch mal passieren, dass die Sau etwas früher wirft als man das ausgerechnet hat, dann ist es passiert. Der Vater konnte bei der Geburt dabei sein und sogar helfen die Jungen trocken zu lecken. Ich habe das besonders einmal erlebt mit Treelo und Rosalie. Die beiden saßen links und rechts und in der Mitte die 3 Babies. Und oft sind die Babys zu Treelo kuscheln gegangen. Ich habe nicht einmal erlebt dass Treelo seine Jungen weggezwickt hätte. Im Gegenteil. Sie sind auf ihn, über ihn und um ihn herumgewuselt und Treelo hatte eine innere Zufriedenheit ausgestrahlt...das kann man kaum ausdrücken. Aber auch als Erzieher von Jungböcken, die von der Mutter getrennt werden, sind sie lieb.

    Sie machen den Jungböcken schon klar, wer der Chef ist, aber dabei sind sie lieb und geduldig. Kaum hat man ihnen Jungböckchen gegeben, ist schon Frieden in der Gruppe. Das übliche Ringelpietz ist schnell vorbei. Deshalb kann ich Schweizer Teddy Böcke als Kastrate ruhigen Gewissens empfehlen. Sie sind dominant genug und führen eine Gruppe mit Zuckerbrot und Peitsche.

    Also ist nach der Mutation des Kraushaarfaktors noch einiges eingezogen worden.

    Rassen mit langem Fell und mit kurzem. Mit Schopf ganz sicher. Denn der Schopf begleitet die Schweizer nun schon die ganzen Jahre. Aber er macht keinen Sinn. Denn er verwächst und man sieht ihn im wuscheligen Fell einfach nicht mehr. Daher versucht man nun die Krone wieder rauszuzüchten. Es fallen auch immer mal wieder Schweizerchen mit Wirbeln am Bauch. Eine Überlagerung von Rosettenwirbeln und Kronen wird wohl auch eine Rolle spielen. Also ist es noch ein Stück Arbeit mit den CH-Teddys. Sie sind einfach noch nicht ausgereift und gefestigt. Ich weiß seitdem die Arbeit vieler Züchter anderer Rassen zu schätzen. Die Züchter, die andere Rassen zuvor verbessert haben. Diese grundlegenden Eigenschaften, die manche Rassen nun schon einige Jahre haben, waren nicht immer da. Und das CH-Teddy ist noch immer nicht fehlerfrei. Das liegt wohl daran, dass am Anfang auch viel „gepanscht“ wurde. Dabei meine ich das jetzt nicht böse. Ich denke es wurde von verschiedenen Züchtern eine geeignete Partnerrasse gesucht. Die sollte man dem CH-Teddy auch zugestehen.

    Heute weiß ich für mich, dass es das Glatthaar ist. Gerade um das Fell gleichmäßig hinzubekommen.

    Wenn heute Züchter sagen, dass das Schweizer Teddy keine Partnerrasse mehr braucht, weil es schon genug Schweizer Teddys gibt so kann ich dem nicht ganz zustimmen. Es gibt tatsächlich viele Schweizer Teddys.

    Aber in welchen Zuchtqualitäten? In welchen Farben?

    Warum gesteht man dem Merino das Coronet zu und umgekehrt? (Gibt es nicht schon genug Merinos und Coronets? Warum werden sie untereinander noch verpaart)?

    Dem US-Teddy das Glatthaar? Dem Texel das Sheltie? Dem Alpaka das Peruaner?

    Auch dem Lunkarya hat man als geeignete Partnerrasse das Peruaner zugestanden. Dem Curly die Rosette.

    Warum sollte ausgerechnet der noch nicht dem Standart entsprechende CH-Teddy ohne Partnerrasse auskommen müssen? Ich habe es ausprobiert und habe es auch bei anderen Züchtern gesehen. Das Glatthaar ist die einzige Rasse auf die man zurückgreifen kann, wenn es etwas zu verbessern gibt und kein geeigneter CH-Teddy in greifbarer Nähe ist. Das Ziel ist tatsächlich auch irgendwann einmal ohne Partnerrasse auszukommen. Aber soweit ist der Schweizer Teddy leider noch nicht.

    Ein Zuchtziel vor Augen zu haben und dieses, auch wenn es Jahre dauert, zu erreichen ist die große Herausforderung für uns CH-Teddy Züchter. Ich habe diese Herausforderung angenommen.

    Und ich gebe zu: Schweizer Teddy liest sich besser als CH-Teddy. Aber unter uns Schreibfaulen mal gesagt:

    Wer schreibt denn auch schon United States - Teddy?

    Keiner! Und deshalb wechselt sich bei mir das Kürzel CH-Teddy ausgewogen in meinen Texten ab.

    So ganz entscheiden kann ich mich ja doch nicht. Aber darüber noch eine Diskussion zu führen, wäre mir im Moment einfach zu unwichtig!

    Seid alle herzlich und lieb gegrüßt

    Eure Sabine Strothmann

     

    Diese Texte sind in Schrift und Bild mein geistiges Eigentum! Von dem Recht des geistigen Eigentums mache ich Gebrauch! Alle Texte, Bilder und Fotos unterliegen meinem Copyright. Außer das Foto: Farbvergleich CH-Teddies in schoko-gold, sepia -creme und schwarz-weiß, freundliche Leihhabe von Uli und Claudia Birke.

    Das Kopieren auch nur auszugsweise ist ausdrücklich untersagt! 10.10.05

    Sabine Strothmann

     

    Nachtrag im April 07

    Mittlerweile gibt es so einige Züchter, die schoko CH-Teddies gezogen haben. Ich finde es toll, das es diese Rasse nun vermehrt in schoko gibt und einige Züchter ernsthaft an dieser Rasse und in der Farbe weiterzüchten. Viel Erfolg wünsche ich weiterhin.